Das Lächeln der Ebene

Das Lächeln der Ebene

Das Erbe der Eleganz

 

Baroni Rechsteiner – Wenn Tradition zur Leichtigkeit wird

Es gibt Orte, an denen die Zeit langsamer fließt.

Einer davon ist das Weingut Rechsteiner in Piavon di Oderzo.

Gegründet 1881 von Friedrich Rechsteiner, vereint dieses Haus preußische Disziplin mit der warmen, offenen Seele Venetiens. Ein venezianischer Landsitz, der seit Generationen für Gastfreundschaft, Ruhe und unverfälschte Qualität steht.

Wenn man heute ein Glas dieses Chardonnays hebt, trinkt man keinen modischen Stil.

Man trinkt Geschichte.

Und Gelassenheit.

Die Geschichte im Glas

Stell dir vor, du stehst unter den alten Platanen des Parks.

Der Boden ist reich.

Die Luft mild.

Das Meer nicht fern.

Die Alpen wie ein leiser Schutz im Rücken.

Hier wächst ein Chardonnay, der kein Weltbürger sein will.

Er will kein Statement setzen.

Er will kein Denkmal sein.

Er will ehrlich sein.

Wie das Lächeln eines alten Freundes, den man nach Jahren wiedersieht: vertraut, warm, ohne jede Anstrengung.

Während andere Weine um Aufmerksamkeit ringen, ruht dieser in sich selbst.

Flüssiges dolce vita.

Ohne Maske.

Porträt – Daten & Fakten

Baroni Rechsteiner Chardonnay Venezia DOC 2024

Herkunft: Piavon di Oderzo, Venetien

Alkohol: 13 % vol.

Analyse (WSET)

Optik:

Klar, blass, mittleres Strohgelb – wie Sonnenlicht auf hellem Stein.

Nase:

Rein, mittlere Intensität.

Zitrone, reifer Pfirsich, Aprikose.

Darunter ein feiner hefiger Ton – Hinweis auf Lager auf der Feinhefe, still und elegant.

Gaumen:

Trocken.

Lebendige Säure (mittel+).

Schlanker Körper, präzise gebaut.

Frucht und feine Cremigkeit im ruhigen Gleichgewicht.

Abgang:

Mittellang, sauber, animierend.

Das Gefühl: Das Lächeln der Ebene

In deiner Verkostung wurde es sofort klar:

Dieser Wein ist die Erlösung von der Strenge.

Nach der kargen Mineralität des Chablis ist er eine Umarmung.

Kein Holz.

Kein Rauch.

Kein intellektuelles Muskelspiel.

Nur Harmonie.

„Vergnügen pur“ – ein Wein für Nachmittage, für Gespräche ohne Eile, für Licht zwischen Blättern und Gläser, die sich fast von selbst leeren.

Ein Wein, bei dem Lachen wichtiger ist als Analyse.

Fazit des Weinflüsterers

Ein harmonisches Meisterwerk ohne Allüren.

Er beweist, dass wahre Qualität nicht laut sein muss.

Dass Tiefe auch in Leichtigkeit wohnen kann.

Und dass Trinkfluss eine eigene Form von Größe ist.

Ein Wein, der nicht diskutiert werden will – er will gelebt werden.

Servieren: 8–10 °C

Speisen: Gebackener Fisch, Antipasti, Spargelrisotto

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